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Deutsche Bundesregierung und FIAT sprechen über Opel

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Deutsche Bundesregierung und FIAT sprechen über Opel

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Über die Zukunft des angeschlagenen deutschen Autobauers Opel sollen heute in Berlin Gespräche zwischen der Bundesregierung und dem italienischen Konzern FIAT stattfinden. Dazu wurde FIAT-Chef Sergio Marchionne an der Spree erwartet. Nach Angaben der “Financial Times” will er die Autosparte des Fiat-Konzerns ausgliedern und mit Chrysler und dem Europageschäft von General Motors fusionieren.

Die Bundesregierung wünscht sich nach eigenem Bekunden eine langfristige Sicherung, – wie die Gewerkschaften: “Wir sind gerade dabei und überlegen uns noch einmal einige Mindestbedingungen, die wir als Arbeitnehmer sehen”, sagte der Opel-Betriebsratsvorsitzende am Standort Eisenach, Harald Lieske; er nannte “ein gewisses Volumen in den einzelnen Werken, der Erhalt der Standorte und möglichst der Erhalt der Arbeitsplätze.” Über Einzelheiten wollte er sich noch nicht äußern; sie würden nach den Beratungen öffentlich gemacht. Die Mailänder Börse reagierte bereits mit einem Kurssprung der FIAT-Aktie auf die bevorstehenden Gespräche in Berlin. Italienische Medien berichteten, Marchionne wolle nach eigenen Worten versuchen, nach dem Einstieg bei Chrysler eine Auto-Gruppe mit einem Umsatz von 80 Milliarden Euro zu schaffen. FIAT übernimmt zunächst 20 Prozent bei dem insolventen amerikanischen Autobauer; vor der Übernahme einer Mehrheit müssen alle von Washington an Chrysler gezahlten Kredite zurückgezahlt sein.