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Rechtsruck in Panama

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Der konservative Unternehmer Ricardo Martinelli hat die Präsidentschaftswahl in Panama klar gewonnen. In einem vom Rundfunk übertragenen Telefongespräch erklärte der Landeswahlleiter Martinelli zum “unangefochtenen Wahlsieger”.

Nach Auszählung von 87 Prozent der Wahllokale kommt Martinelli auf 59 Prozent der Stimmen und liegt damit uneinholbar in Führung. Die Kandidatin der bisherigen Regierungspartei, der sozialdemokratischen PRD, Balbina Herrera, konnte nur 36 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Steigende Preise und ein deutlich abgeschwächtes Wirtschaftswachstum haben die Unterstützung für die Links-Regierung zuletzt schwinden lassen. Wegen der Finanzkrise dürfte Panamas Wirtschaft nach zweistelligen Wachstumsraten in diesem Jahr nur noch rund drei Prozent zulegen. Sowohl Martinelli als auch Herrera hatten im Wahlkampf Investitionen in Infrastrukturprojekte versprochen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Beide Kandidaten sind auch für das Freihandelsabkommen mit den USA. Nach dem Ergebnis der Parlamentswahl kann das Wahlbündnis des Supermarkt-Tycoons Martinelli mit der Mehrheit rechnen. Rund 40 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.