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Rezession schlimmer als erwartet

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Rezession schlimmer als erwartet

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Die Rezession in Europa ist nach Berechnungen aus Brüssel schlimmer als erwartet. Laut der Frühjahrs-Konjunkturprognose der EU-Kommission schrumpft das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone in diesem Jahr um vier Prozent. Für 2010 rechnet die Kommission dann nur noch mit einem Minus von 0,1 Prozent.

Die Prognosen des Internationalen Währungsfonds sehen sogar noch düsterer aus. Der IWF sagte ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um 4,2 Prozent voraus und für 2010 noch ein Minus von 0,4 Prozent. Dennoch sagte EU-Wirtschafts- und Finanzkommissar Joaquin Almunia, einige positive Signale seien in den vergangenen Wochen zu beobachten gewesen, eine Verbesserung der Entwicklung auf den Finanzmärkten, eine Verbesserung der Umsatzerwartungen und auch der Export in Asien fange sich. Für Deutschland sagte die EU-Kommission für 2009 eine Neuverschuldung von 3,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts voraus, und für 2010 ganze 5,9 Prozent. Somit würde Deutschland – wie jedoch vermutlich mehr als zwei Drittel aller EU-Länder – gegen den Stabilitätspakt verstoßen, der drei Prozent vorsieht. Auch die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen, die Kommission geht für 2010 von einer Arbeitslosenquote von 11,5 Prozent aus.