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Schweinegrippe in Europa weiter auf Vormarsch

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Schweinegrippe in Europa weiter auf Vormarsch

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In Europa ist das Schweinegrippevirus weiter auf dem Vormarsch. Spanien ist mit 40 Infizierten am stärksten betroffen. In Deutschland stieg die Zahl um zwei auf acht. Ein Ehepaar aus Frankfurt an der Oder hatte sich in Mexiko mit dem Virus infiziert. Aus Großbritannien sind 15 Fälle bekannt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist die Lage jedoch trotz der neuen Fälle unter Kontrolle. Zwar drohe weiter eine Pandemie, es gebe derzeit aber keine Anzeichen für eine starke Ausbreitung außerhalb Nordamerikas, hieß es. In Mexiko hat sich die Lage sogar entspannt. Der mexikanische Gesundheitsminister José Ángel Córdova erklärte, die Epidemie habe ihren Höhepunkt erreicht und sei nun rückläufig. Trotzdem wurden die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verstärkt, wie in den U-Bahnen. Arbeiter reinigten mit Desinfektionsmitteln die Stationen. Außerdem wurden an die Fahrgäste Mundschutzmasken und reinigende Mittel verteilt. Darüber hinaus wurden über die verlängerten Mai-Feiertage alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. In Mexiko-Stadt bleiben bis zur Wochenmitte zehntausende Restaurants, Bars, Kinos und Theater geschlossen. Auch in den Kirchen sind Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden. Messen wurden mit Mundschutz abgehalten. Mexiko, wo die Grippe ihren Anfang nahm, hat inzwischen über 20 Todesopfer zu beklagen. Weltweit sind mehr als 1.000 Menschen mit dem H1N1-Virus infiziert. Nach Erkentnissen der US-Seuchenbehörde CDC ist die Schweinegrippe jedoch nicht so gefährlich wie frühere Grippe-Pandemien. In Mexiko ist der Munschutz derzeit voll im Trend: Sogar beim Heiraten.