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44 Tote bei Angriff auf Hochzeitsgesellschaft

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44 Tote bei Angriff auf Hochzeitsgesellschaft

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Bei einem Angriff auf eine Hochzeitsgesellschaft im Südosten der Türkei sind mindestens 44 Menschen getötet worden, darunter viele Frauen und Kinder. Vier maskierte Bewaffnete hätten am Abend das Feuer auf die Festgesellschaft eröffnet, erklärte der türkische Innenminister. Acht Personen seien festgenommen worden.

Innenminister Besir Atalay sagte, nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen deute nichts auf einen Terroranschlag hin; es habe eine schon länger andauernde Fehde zwischen zwei Familien gegeben. Der Angriff ereignete sich in dem Dorf Bilgeköy, das von sogenannten Dorfschützern kontrolliert wird. Dabei handelt sich um eine von der Regierung unterstützte Miliz, die Angriffe der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK kämpft . Das Dorf wurde von Polizeikräften abgeriegelt und für Journalisten gesperrt. Er habe vor dem Fernseher gesessen, als er von Ferne Schüsse und Explosionen gehört habe, sagte ein Mann. Er lebe etwa einen Kilometer außerhalb des Dorfes. Als es wieder still gewesen sei, habe er sich auf den Weg ins Dorf gemacht. Am Schauplatz der Bluttat habe er keinen lebenden Menschen gefunden. In türkischen Medien hieß es, die Angreifer hätten mit automatischen Waffen auf die etwa zweihundert Festteilnehmer geschossen. Der Inneminister kündigte eine gründliche Untersuchung durch den örtlichen Staatsanwalt an.