Eilmeldung

Eilmeldung

Angeblicher Putsch in Georgien vereitelt

Sie lesen gerade:

Angeblicher Putsch in Georgien vereitelt

Schriftgrösse Aa Aa

Die georgische Regierung hat nach eigenen Angaben einen von Russland geplanten Militärputsch vereitelt. Mehrere hundert Soldaten eines Panzer-Bataillons weigerten sich demnach, Befehle anzunehmen. Präsident Michail Saakaschwili verhandelte vor Ort persönlich mit den Soldaten.

Mehrere Generäle wurden festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, einen Sprengstoffanschlag bei dem an diesem Mittwoch beginnenden NATO-Manöver geplant zu haben, hieß es aus Tiflis. Russland wies die Vorwürfe zurück. Die Rebellion ereignete sich auf dem Militärstützpunkt Muchrowani. Der russische Aussenminister Sergei Lawrow bezeichnete die Vorwürfe aus Tiflis als Provokation. Die georgische Führung habe schon mehrfach bewiesen, Anhänger dieser Art von Provokationen zu sein. Zudem sei es kein Zufall, wenn solche Anschludigungen am Vortag wichtiger NATO-Manöver in Georgien auftauchten, vor denen Russland eindringlich gewarnt hatte. Die Oppostion bezeichnete den angeblichen Militärputsch als Inszenierung und Versuch der Staatsführung, sich zu retten. Einer der georgischen Oppostionsführer beschuldigte Saakaschwili, die Armee für seine eigenen politischen Zwecke auszunutzen. Um Aktionen, wie die Blockade einer Autobahn zu vermeiden, habe er ihnen eine eine Fernseh-Show angeboten. Seit Wochen fordern Regierungsgegner den Rücktritt von Saakaschwili. Sie geben ihm die Schuld an dem Kaukasus-Krieg im vergangenen August.