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EU verbietet Handel mit Robbenprodukten

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EU verbietet Handel mit Robbenprodukten

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Das Europaparlament hat den Handel mit Robbenprodukten ab 2010 verboten. Damit entfällt die EU als Absatzmarkt für die kommerzielle Robbenjad. Mit großer Mehrheit stimmten die Abgeordneten in Straßburg für ein entsprechendes europaweites Einfuhr- und Handelsverbot. Rund 900.000 Robben werden jedes Jahr gejagt. Die Tiere enden dann als Luxusware in den Läden.

2006 wurden Robbenfelle im Wert von rund viereinhalb Millionen Euro in die EU importiert. Der Großteil der Ware ging nach Dänemark und Italien. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Protesten von Umweltschützern. Für sie ist die Entscheidung ein Meilenstein: Denn hauptsächlich in Europa erfolgt die Veredelung der Robbenprodukte. Vor allem in Kanada, Grönland, Norwegen und Russland werden die Robben noch getötet. Die Robbenjagd wird vor allem mit dem Schutz von wichtigen Fischgründen gerechtfertigt. Ausgenommen werden von dem Verbot nur die Produkte, die aus der traditionellen Jagd der Inuit stammen. Sie sind die Ureinwohner der Nordpolar-Region und sollen weiterhin Robbenprodukte verkaufen dürfen.