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Obama greift Steueroasen an

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Obama greift Steueroasen an

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US-Präsident Barack Obama hat sich massiv gegen Steueroasen ausgesprochen. Angesichts seiner geplanten Steuerreform kündigte Obama an, dass es vor allem US-Unternehmen künftig schwerer fallen soll, Profite steuergünstig in Übersee zu parken. Reiche Amerikaner, die mit Hilfe von Auslandskonten den heimischen Fiskus umgehen wollten, müssten sich auf schärfere Regularien gefasst machen. Deshalb, so Obama, kündige er heute an, dass er Steuerflucht künftig verhindern werde, und es für Unternehmen profitabler sein müsse, Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Die Wirtschaft kündigte scharfen Widerstand gegen Obamas Pläne an. Nach Auffassung des US-Präsidenten würden die Maßnahmen dem Staat über zehn Jahre gut 210 Milliarden Dollar zusätzlich in die Kasse spülen. Damit sollen dann unter anderem Steuererleichterungen für die Mittelschicht und – wie es heisst – ehrliche Unternehmen finanziert werden. Die 20 größten Wirtschaftsmächte waren bei ihrem Gipfeltreffen Anfang April in London übereingekommen, dass Steuerparadiese künftig viel stärker als bisher kontrolliert werden sollen.