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EU soll in Grenzstreit vermitteln

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EU soll in Grenzstreit vermitteln

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Kroatien und Slowenien haben im Streit um den Verlauf ihrer Seegrenze die Vermittlung der Europäischen Union akzeptiert. Nach einem Treffen zwischen Kroatiens Präsident Stjepan Mesic und Sloweniens Ministerpräsident Borut Pahor sagten beide Seiten ihre Unterstützung dafür zu. Bislang hatte vor allem Slowenien eine EU-Vermittlung abgelehnt. Mesic sagte, beide Seiten hätten ihre Ansichten dargelegt, man werde EU-Beitrittskommissar Olli Rehn innerhalb von 24 Stunden informieren. Man akzeptiere den EU-Vorschlag. In dem Streit geht es um den Verlauf der slowenischen Seegrenze in der Bucht von Piran und damit um den Zugang des EU-Landes zu internationalen Adria-Gewässern. Im früheren Jugoslawien war der Grenzverlauf zwischen beiden Teilrepubliken nicht klar geregelt. Slowenien beansprucht möglichst die komplette Bucht von Piran und hätte damit Zugang zum offenen Meer. Kroatien will die Grenze in der Mitte der Bucht ziehen. Die EU will erreichen, dass Slowenien seine Blockade gegen den EU-Beitritt Kroatiens aufgibt, sobald die Parlamente beider Staaten zustimmen, die Entscheidung über den Grenzkonflikt einem Schiedsgericht zu überlassen.