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Nato-Manöver in Georgien

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Nato-Manöver in Georgien

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Die Nato hält ab heute ihr umstrittenes Manöver in Georgien ab. Neun Monate nach dem Krieg im Südkaukasus. Nato-Angaben zufolge sollen Soldaten aus 13 Staaten, darunter auch Nicht-Nato-Mitglieder an den Übungen teilnehmen. Russland hat das Manöver immer scharf kritisiert. Georgiens Präsident Michail Saakaschwilli behauptete, er habe eine von Russland gesteuerte Militär-Revolte gegen ihn verhinderen können. Er sagte: “Ich warne die russische Föderation. Jeder Versuch, die Spannungen innerhalb Georgiens zu erhöhen, ist eine Provokation.”

Das Nato-Manöver mit gut 1.000 Soldaten findet rund 70 Kilometer vor dem von russischen Truppen gesicherten Südossetien statt. Russland reagierte auf Saakaschwillis Anschuldigungen. Außenminister Sergej Lawrow erklärte: “Die gegenwärtige georgische Führung liebt solche Provokationen. Diese Provokationen sind exakt geplant. Entgegen unserer Warnungen genau vor dem Manöver auf georgischem Territorium.” Seit Wochen demonstriert die Opposition in Georgien. Sie will erreichen, dass Präsident Saakaschwilli zurücktritt. Sie geben ihm die Schuld am Krieg mit Russland und dass Georgien ein Drittel seines Gebietes verloren hat. Die NATO-Übung dauert bis zum dritten Juni.