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Spannungen nehmen zu

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Trotz scharfer Proteste aus Russland hat das NATO-Manöver in Georgien begonnen – neun Monate nach dem Kaukasus-Krieg. Bis Anfang Juni sollen NATO-Angaben zufolge über 1.000 Soldaten aus 13 Staaten an der Übung teilnehmen.

Das Manöver wird von georgischen Vorwürfen gegen den Kreml überschattet. Nach Regierungsangaben konnte Tiflis einen von Russland geplanten Militärputsch vereiteln. Demnach weigerten sich mehrere hundert Soldaten, Befehle anzunehmen. Mehrere Offiziere wurden festgenommen. Präsident Michail Saakaschwili ist unter Druck. Seit Wochen fordern Regierungsgegner seinen Rücktritt. Im Interview mit euronews erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, die Anschuldigungen seien eine weitere Provokation. “Dies beweist nur, dass wir 100 Prozent recht hatten, als wir die Teilnehmer der Kriegsspiele vor einer Teilnahme warnten, weil diese nur zu einer starken Zunahme der Spannungen führen können.” Das Verhältnis zwischen Moskau und der NATO wird außerdem von Spionagevorwürfen belastet. Russland entzog zwei kanadischen NATO-Mitarbeitern deshalb die Zulassung und verwies sie des Landes. Die Allianz kritisierte die Entscheidung als ungerechtfertigt.