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Umstrittenes NATO-Manöver beginnt

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Seit dem Morgen hält die NATO in Georgien ein von Russland scharf kritisiertes Militärmanöver ab. Bis Anfang Juni sollen NATO-Angaben zufolge über 1.000 Soldaten aus 13 Staaten an der Übung teilnehmen.

Moskau warnte mehrfach, das Manöver könnte die Lage in der gespaltenenen Kaukasusrepublik neun Monate nach dem Krieg weiter destabilisieren. Aus Protest sagte der Kreml das nächste Treffen mit der NATO ab und wies zwei kanadische NATO-Offiziere aus. Die Manöver ohne Panzer finden in einem Übungsgelände, 20 Kilometer östlich der Hauptstadt Tiflis, statt. Unterdessen hat die georgische Regierung nach eigenen Angaben einen von Russland geplanten Militärputsch vereitelt. In einer Kaserne weigerten sich demnach mehrere hundert Soldaten Befehle anzunehmen. Ziel der Rebellen sei es gewesen, das NATO-Manöver zu stören, hieß es. Moskau wies die Vorwürfe zurück. Präsident Michail Saakaschwili verhandelte vor Ort persönlich mit den Soldaten und kündigte anschließend an, die Lage sei wieder unter Kontrolle.