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Zivile Opfer überschatten Afghanistan-Gespräche

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Zivile Opfer überschatten Afghanistan-Gespräche

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Die vielen zivilen Opfer bei einem US-Luftangriff – sie überschatten die Afghanistan-Gespräche in Washington.

Mehr als einhundert Menschen – darunter Frauen und Kinder – sind nach Angaben der örtlichen Behörden in der Provinz Farah getötet worden. Zahlreiche weitere wurden verletzt. Farah wird von den Taliban kontrolliert, 30 ihrer Kämpfer seien bei den Gefechten mit den US-Truppen ebenfalls getötet worden. Die afghanische Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet, das Internationale Kommitee vom Roten Kreuz ist vor Ort. Eine ICRC-Verantwortliche erklärte in Kabul: “Als unser Team gestern in den von den Kämpfen und Bombenangriffen betroffenen Dörfen eintraf, haben unsere Mitarbeiter viele Tote gesehen. Einige Opfer wurden bereits beerdigt, und die Hilfskräfte vom Roten Halbmond, die schon vorher dort waren, hatten viele Verletzte behandelt.” Auf der anderen Seite der Grenze – in Pakistan – fliehen die Menschen vor den Kämpfen zwischen den Taleban und der Armee. Allein seit Dienstag sollen 40.000 Menschen aus der einst bei Touristen beliebten Region geflohen sein.