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Kein Kompromiss im Gefängnisstreit

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Kein Kompromiss im Gefängnisstreit

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Den vierten Tag in Folge haben Frankreichs Vollzugsbeamte gegen ihre Arbeitsbedingungen protestiert. Allerdings in geringerem Umfang als die Tage zuvor. Ein Verbesserungsangebot des Justizministeriums wurde von den meisten Gefängnisbediensteten als Tropfen auf den heißen Stein angesehen, bietet es doch nur für etwa 60 der 194 Gefängnisse Entlastung. Zwei der Gewerkschaften stimmten zwar über den Vorschlag ab, die dritte wies ihn gleich zurück und rief zu weiteren Protestaktionen auf. Den Einigungsvorschlag hatte das Ministerium in der Nacht zum Donnerstag ausgearbeitet. Er sieht für 2010 die Neueinstellung von 174 Vollzugsbeamten vor. Damit sollen die Überwachungsmöglichkeiten in französischen Gefängnisse verbessert werden. Doch die Bediensteten, die übrigens kein Streikrecht haben, fordern mehr. Seit Montag errichten sie landesweit Barrikaden, mit denen sie den Zugang zu den Vollzugsanstalten versperren.