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Leitzins auf Rekordtief

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Leitzins auf Rekordtief

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Im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euro-Raum auf das Rekordtief von einem Prozent gesenkt. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte, eine Stabilisierung der Märkte sei zu beobachten, allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Das Umfeld bleibe negativ, doch auch kleine Zeichen der Hoffnung seien wichtig.

Seit vergangenem Herbst reduzierten die Währungshüter den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld um 3,25 Prozentpunkte auf den nunmehr tiefsten Stand in der Geschichte der EZB. Trichet sagte nach der Ratssitzung in Frankfurt, die Entscheidung beruhe auf der Erwartung, dass die Preisentwicklung weiter unter den niedrigen Rohstoffpreisen und der Schwäche der Wirtschaftsaktivität in der Eurozone und weltweit zu leiden haben werde. Außerdem kündigte der oberste Währungshüter Refinanzierungsgeschafte mit den Geschäftsbanken mit zwölfmonatiger Laufzeit zu fixen Raten in unbegrenzter Höhe an. Zuversicht schöpfte der Notenbank-Präsident unter anderem aus den Daten zu den Auftragseingängen der deutschen Industrie, die im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen waren.