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Pulverfass Georgien: weitere Unruhen im Kaukasus

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Pulverfass Georgien: weitere Unruhen im Kaukasus

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Die Unruhen in Georgien halten an. Nach dem angeblich geplanten Militärputsch haben Mitglieder der Opposition offenbar versucht eine Polizeizentrale in der georgischen Hauptstatd Tiflis anzugreifen. Dabei sind mindestens 30 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten befand sich auch der ehemalige Präsidentschaftskandidat Lewan Gatschetschiladse. Nach Angaben der Regierung wollten die Demonstranten inhaftierte Anhänger befreien. Es soll sich um einen sehr ernsten Zwischenfall gehandelt haben, so der georgische Vize-Innenminister Eka Sguladse.

Die Opposition sprach hingegen von einer völlig überzogenen Reaktion der Ordnungskräfte. Seit Wochen fordern Regierungskritiker den Rücktritt von Regierungschef Michail Saakaschwili. Sie geben ihm die Schuld an der innenpolitischen und wirtschaftlichen Krise und dem verloren gegangenen Krieg gegen Russland im vergangenen Jahr. Erst am Vortag der Demonstrationen vor der Polizeizentrale hatte die Staatsführung erklärt, sie haben einen von Russland unterstützten Militärputsch vereitelt.