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Tauziehen um illegale Einwanderer zuende

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Tauziehen um illegale Einwanderer zuende

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Die italienische Marine hat mehr als 200 Flüchtlinge, die am Mittwoch in den Gewässern zwischen Italien und Malta gerettet worden waren, direkt nach Libyen zurückgebracht.

Sie durften italienischen Boden nicht betreten. Es ist das erste Mal, dass Tripoli eine Rückführung genehmigt hat. Italiens Innenminister sprach von einem “historischen Wendepunkt im Kampf gegen die illegale Einwanderung”. Die Flüchtlinge wurden nach einem Notruf gerettet. Dabei kam es erneut zu einem Tauziehen zwischen Italien und Malta, wer für die Rettung zuständig ist. Das UN-Flüchtlingshochkommissariat zeigte sich tief besorgt. Die Flüchtlinge hätten nicht einmal die Möglichkeit erhalten, einen Asylantrag zu stellen. Dieser Vorfall stelle einen Wandel der italienischen Politik dar, sagte ein UN-Sprecher. Dies sei Grund zur Sorge. Die UNO bedauere den Mangel an Transparenz. Bereits vor einem Monat war es zu Scharmützeln zwischen Malta und Italien gekommen. Erst nach einem längeren Tauziehen konnten 140 gerettete Afrikaner nach Sizilien gebracht werden. Immigrationsthemen spielen in beiden Ländern wenige Wochen vor der Europawahl eine erhebliche Rolle.