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EU will Gaslieferungen von Kaspischen Meer

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EU will Gaslieferungen von Kaspischen Meer

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EU-Chefdiplomat Javier Solana und die tschechischen EU-Ratspräsidentschaft des scheidenden Ministerpräsidenten Mirek Topolanek haben sich zu einem Energiegipfel getroffen. Eingeladen waren zudem acht weitere Länder. Ziel ist es, mit mehr Pipelines vom Kaspischen Meer und Zentralasien, die Energiesicherheit für Europa zu erhöhen und unabhängiger vom russischen Gas zu werden.

Es geht um einen Korridor südlich von Russland durch den mehrere Pipelines verlaufen sollen. Dies betrifft die Länder Aserbaidschan, Ägypten, Irak, Georgien, Kasachstan, die Türkei, Turkmenistan und Usbekistan. Die Zusammenarbeit mit den Ländern soll sich nicht nur auf die Nabucco-Pipeline beschränken. Diese soll Erdgas aus der kaspischen Region unter Umgehung Russlands, nach Europa bringen. Doch Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan verweigerten sich einer weiteren engeren Zusammenarbeit. Sie haben die Abschlusserklärung nicht unterschrieben. EU-Vertreter haben bei dem Treffen in Prag darauf hingewiesen, welche grosse Bedeutung sichere Energielieferungen haben. Im Januar hatte der sogenannte Gaskrieg zwischen Russland und der Ukraine zu teilweise erheblichen Lieferengpässen nach Europa geführt.