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Harte Kämpfe im Swattal

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Harte Kämpfe im Swattal

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Das pakistanische Militär geht weiter gegen die Taliban vor. Die Armee flog Angriffe im Swattal an der Grenze zu Afghanistan. Ziel waren von Auständischen und dem Terrornetz El Kaida betriebene Ausbildungslager. Die USA verlangen von der Atommacht Pakistan weiter ein hartes Vorgehen gegen Extremisten. Dazu sagte Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani: “Um Ehre und Würde in unserem Heimatland herzustellen und um unsere Bevölkerung zu schützen wurde die Armee aufgefordert, Terroristen und Extremisten zu beseitigen.”
 
In den letzten Tagen sind mehr als 45.000 Menschen wegen der schweren Kämpfe zwischen Armee und Taliban-Kämpfern aus dem Nordwesten des Swattals geflohen, bestätigte das UN-Flüchtlingshilfswerk. Ministerpräsident Gilani hat bei der Internationalen Gemeinschaft um Hilfe nachgesucht, weil Pakistan allein die schon rund 500.000  Flüchtlinge nicht mehr versorgen kann.
Die Zeltlager bewältigen den Flüchtlingsstrom kaum mehr. Eine Frau sagte: “Unser Haus ist zerstört, wir haben nichts mehr.” Ein Kind sagte: “Hier ist es heiß. Kinder schreien. Wir haben wenig zu essen. Wir sind über die Berge geflohen.”
 
Das ehemalige Touristengebiet Swattal ist zur Hauptkampfzone geworden.