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Kampf und Flüchtlingsdrama in Pakistan

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Kampf und Flüchtlingsdrama in Pakistan

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Pakistans Armee hat ihre Offensive gegen die Taliban und Al-Kaida-Kämpfer verschärft. Bei den Gefechten im Norden des Landes seien mindesten 140 Aufständische getötet worden, teilte ein Armeesprecher mit. Die Truppen haben Kampfhubschrauber und Artillerie eingesetzt. Doch die Taliban üben weiterhin die Kontrolle über einen Großteil ihrer Hochburg in der Region Swat aus. Ministerpräsident Jousuf Gilani läßt nicht nach, will einen Sieg. Er sagt: “Um die Ehre und Würde unseres Heimatlandes wieder herzustellen und um unser Volk zu beschützen, sind die Streitkräfte aufgerufen worden, die Militanten und Terroristen auszumerzen.”

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR teilte mit, rund 200.000 Menschen seien in den letzten Tagen aus den umkämpften Gebieten geflohen und hätten sichere Gebiete erreicht. In den vergangenen Monaten seien so fast eine Million Menschen durch die Kampfhandlungen vertreiben worden. Die Zeltlager der Hilfsorganisation platzen aus allen Nähten. Ein Flüchtling erzählt: “Nur Zivilisten sterben. Kein Taliban oder Soldat stirbt. Die Menschen fliehen zu Fuss, es gibt keine Transporte. Wir sind in Schwierigkeiten.” Pakistan hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten, weil das Land die Flüchtlinge nicht mehr versorgen kann. Das Flüchlingshilfswerk der UNO geht inzwischen von fast einer Million Menschen aus, die vor der Gewalt fliehen mussten.