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Neue Bemühungen um Berg-Karabach

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Neue Bemühungen um Berg-Karabach

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Ein Dauerbrandherd im europäischen Umfeld soll nun endlich gelöscht werden: Bei neuen Gesprächen zwischen Armenien, Aserbaidschan und der Türkei geht es um eine Lösung für das umstrittene Gebiet Berg-Karabach.

Der türkische Präsident traf sich heute in Prag nacheinander mit seinen Amtskollegen; danach sagte Abdullah Gül, beide Seiten wollten eine Lösung. Für eine dauerhafte Regelung sei auch das gestrige direkte Gespräch zwischen beiden sehr wichtig gewesen. In diesem Gespräch hatten sich die Präsidenten von Aserbaidschan und Armenien zum ersten Mal auf Grundlagen für einen möglichen Frieden verständigt. Berg-Karabach liegt in Aserbaidschan, wird aber von Armeniern bewohnt. Seit einem Krieg Anfang der Neunziger ist es von Armenien besetzt. Aserbaidschan besteht darauf, Berg-Karabach zu behalten. Im Gegenzug deutet es jetzt aber Entgegenkommen in der Frage eines Verbindungskorridors nach Armenien an. Die Türkei ist in den Konflikt einbezogen, weil sie zu Aserbaidschan freundschaftliche Beziehungen hat. Andererseits hat sie gerade damit begonnen, das als Folge des Konflikts eingefrorene Verhältnis zum Nachbarn Armenien wieder aufzutauen. So ist unter anderem nach langer Zeit wieder eine Öffnung der geschlossenen Grenze geplant.