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Rückschlag für Nabucco

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Rückschlag für Nabucco

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Die geplante Nabucco-Pipeline von Zentralasien nach Mitteleuropa hat einen Rückschlag erlitten – auch wenn die Europäische Union weiter an dem Projekt festhält. Auf einem Energie-Gipfel in Prag verlangte die Türkei für ihre Unterstützung erneut Fortschritte bei den EU-Beitrittsverhandlungen.

Vor allem aber versagten mit Usbeskistan, Kasachstan und Turkmenistan die östlichen Anrainer des Kaspischen Meeres der Röhre die Zustimmung, durch die sie Gas unter Umgehung Russlands nach Europa pumpen sollten. Mit Aserbaidschan, Georgien, und der Türkei unterschrieben dagegen die vorhergesehenen Transitländer das Dokument. Damit kann die Pieline zwar gebaut werden – doch ist völlig offen, woher das Erdgas kommen soll, mit dem sich die Europäische Union unabhängiger von Russland machen will. Denkbar ist, dass auch der Irak oder Ägypten Gas in die Pipeline einspeisen könnten. Die Europäer hatten den Energie-Gipfel als Reaktion auf den Gasstreit mit Russland im Winter einberufen. Derzeit kommt ein Viertel des in der EU verbrauchten Gases aus Russland.