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Gedenkfeier für Terroropfer in Rom

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Gedenkfeier für Terroropfer in Rom

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Italien hat der Opfer des Terrorismus gedacht. Jährlich findet eine Zeremonie am 9. Mai statt, da 1978 an diesem Tag der italienische Politiker Aldo Moro von den Roten Brigaden getötet worden war.

In den Präsidentenpalast waren erstmals auch zwei Witwen eingeladen – die frühere Ehefrau des Anarchisten Giuseppe Pinelli und die seines mutmaßlichen Mörders, des Polizisten Luigi Calabresi. Präsident Giorgio Napolitano wollte mit der Einladung einen Anstoß zur Versöhnung geben. “Dies ist eine politische und institutionelle Geste”, sagte Napolitani. Das Schweigen sei gebrochen worden. Die Opfer seien untrennbar miteinander verbunden. 1969 waren bei einem Bombenattentat in Mailand 17 Menschen getötet worden. Der unschuldige Anarchist Giuseppe Pinelli wurde verhaftet und starb im Gewahrsam der Polizei durch einem Sturz aus dem Fenster. In der Folge wurde der Polizist Luigi Calabresi ermordet. Die Bombenanschlägen 1969 markierten den Beginn einer Episode der Gewalt durch radikale linke und rechte Gruppierungen.