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Keine Werbung in Spaniens öffentlich-rechtlichen TV

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Keine Werbung in Spaniens öffentlich-rechtlichen TV

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Die spanische Regierung will Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbieten, profitieren sollen davon die Privatsender, die auf Grund der Wirtschaftskrise unter sinkenden Werbeeinnahmen leiden.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin Maria Teresa Fernandez de la Vega sagte, die Regierung habe einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Finanzierung privater Radio und Fernsehanstalten zu sichern. Im Gegenzug soll eine neue Steuer für Privatsender eingeführt werden: Rund drei Prozent ihrer Einnahmen sollen in die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien fliessen. Die Opposition kritisierte den Vorschlag. Gaspar Jamarsarges von der Vereinigten Linken, Izquierda Unida, erklärte, dieser Schritt würde die staatlichen Sender abhängig machen von privaten Interessen und multinationalen Konzernen. Es ginge dann nicht mehr um das öffentliche Wohl oder eine unabhängige Berichterstattung. In Frankreich wurde bereits ein Werbeverbot für staatliche Sender eingeführt. Mit mässigem Erfolg. Trotzdem sorgte das bevorstehende Werbeverbot für ein deutliches Kursplus der Privatsender an der Börse in Madrid.