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Papst setzt Nahostbesuch fort

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Papst setzt Nahostbesuch fort

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Bei seinem Besuch im Nahen Osten hat der Papst erneut für Verständigung zwischen den Religionen geworben. Im Gedächtnis ist hier allerdings immer noch seine Regensburger Rede von 2006 – mit dem jahrhundertealten Zitat, das Islam und Gewalt verknüpfte.

Seitdem hat er sich davon distanziert und bedauert, mit seiner Rede verletzt zu haben. Der jordanische Prinz Ghazi, sein Gastgeber beim Besuch der König-Hussein-Moschee in Amman, der größten des Landes, dankt ihm nun ausdrücklich für dieses Bedauern. In einer Rede, unter anderem vor hohen islamischen Geistlichen, nimmt der Papst die Religion allgemein gegen Kritik in Schutz: Die Spannungen und Spaltungen zwischen den Anhängern verschiedener Religionen könnten leider nicht geleugnet werden, sagt er. Oft werde Religion aber auch für ideologische oder politische Zwecke missbraucht. Das sei der wahre Auslöser für diese Spannungen und Spaltungen, wie auch mitunter sogar für Gewalt in der Gesellschaft. Zuvor hatte der Papst den biblischen Berg Nebo unweit der Hauptstadt besucht; am Nachmittag war er dann in Amman selbst in der melkitischen Kathedrale. Die Melkiten sind eine so genannte Ostkirche und mit der römisch-katholischen Kirche verbunden. In Jordanien bleibt der Papst bis Montag; dann reist er weiter nach Israel.