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Prominente Bewerber für Präsidentenwahl

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Prominente Bewerber für Präsidentenwahl

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Der Amtsinhaber tritt wieder an: Irans – vor allem im Ausland umstrittenes – Staatsoberhaupt Machmud Achmadinedschad hat sich als Kandidat für die Präsidentenwahl angemeldet. Gewählt wird in gut einem Monat.

Seine wichtigsten Gegner gelten als gemäßigter als Achmadinedschad, der sich weltweit mit seinen Ausfällen gegen Israel sowie dem iranischen Atomprogramm einen Namen machte. Mehdi Karrubi ist einer dieser Gegner: Der Geistliche war auch schon einmal Parlamentspräsident. Ungünstig für die Reformer ist aber, dass neben Karrubi auch Mir Hussein Mussawi antritt, der Regierungschef der achtziger Jahre: Im Kampf gegen Achmadinedschad nehmen sich beide gegenseitig Stimmen weg. Die Reformer hoffen aber, dass Mohsen Rezai dasselbe auf der Gegenseite bewirkt – dass also der frühere Chef der Revolutionsgarden Stimmen der Konservativen abschöpft, die sonst an Achmadinedschad gegangen wären. Weit über zweihundert Bewerber haben sich für die Präsidentenwahl gemeldet. Der so genannte Islamische Wächterrat entscheidet nun aber, wer letztlich zugelassen wird; erfahrungsgemäß die wenigsten.