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Steuerzahler zahlt Premierminister Wohnungsreinigung

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Steuerzahler zahlt Premierminister Wohnungsreinigung

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Eine weitere Spesenaffäre bereitet dem angeschlagenen britischen Premierminister Gordon Brown Probleme. So ließ sich nach Zeitungsinformationen der Regierungschef selbst knapp 7000 Euro erstatten, die er seinem Bruder für das Putzen seines Londoner Appartments gezahlt hatte.

Der Premier ging nach den Enthüllungen in die Offensive: “Alle Abgeordneten haben in ihrem Wahlkreis und in London Wohnungen und dafür muss es eine Aufwandsentschädigung geben. Aber wir müssen das System ändern, denn so, wie es jetzt ist, ist es verkehrt. Ich habe dazu bereits Anregungen gemacht”, erklärte Brown Da wohl auch die Konservativen Leichen im Keller haben, hängt Oppositionsführer David Cameron die Affäre nicht an die ganz große Glocke: “Ich verstehe, wie entrüstet die Öffentlichkeit ist. Wir müssen das System ändern, das fordere ich schon seit langem. Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Dinge erstattet werden können”, sagte Cameron. In der vergangenen Woche hatte das Unterhaus geringfügige Einschränkungen bei den Abgeordneten-Spesen beschlossen, die Erstattungsmöglichkeiten für einen Zweitwohnsitz in London aber nicht angetastet.