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Benedikt XVI. reist nach Israel weiter

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Benedikt XVI. reist nach Israel weiter

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Nach drei Tagen in Jordanien reist Papst Benedikt XVI. heute nach Israel weiter. In Jordanien hatte er für einen Dialog von Christen und Muslimen geworben. Bei der Messe im Stadion von Amman machte er der christlichen Minderheit Mut, trotz ihrer schwierigen Lage in der Region zu bleiben und zu helfen, eine friedliche Zukunft aufzubauen.

In Israel geht es um die Beilegung der jüngsten Verstimmungen im jüdisch-christlichen Verhältnis, um die sich auch die Regierung bemüht: “Wir freuen uns sehr über den Besuch und auch wenn es einige gibt, die über seine Vergangenheit in Deutschland reden, ist es äußerst wichtig, dass er hier ist und den Graben zwischen Juden und Christen verkleinert”, erklärte der stellvertetende Ministerpräsident Silvan Shalom vor der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag. Wegen der Aufhebung der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Bischof Williamson hatte es Anfang des Jahres Spannungen zwischen dem Vatikan und den Juden gegeben. Am frühen Abend steht dann der heikelste Punkt der Nahostreise an, der Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem. Benedikt wird dort zwar eine Rede halten, nicht aber die Ausstellung besuchen. Dort wird sein Vorgänger Pius XII. als Pontifex dargestellt, der nicht genügend gegen die Judenverfolgung getan hat.