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Europawahlkampf in Berlin und Madrid

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Europawahlkampf in Berlin und Madrid

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Knapp vier Wochen vor der Abstimmung hat der Europawahlkampf begonnen. In Berlin leistete Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy gestern Nachbarschaftshilfe für die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Beide waren von der Jungen Union eingeladen worden. Merkel begründete so, dass die Wahl wichtig sei: “Wenn wir unsere Stimme abgeben zur Europawahl, dann denken immer noch viele, es geht um nicht so viel. Aber ich sage, es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Frage, welche politischen Vorstellungen in Europa durchgesetzt werden, damit wir mit einer einheitlichen Stimme in der Welt auftreten können.”

Sarkozy zeigte sich als guter Gast. Er bezeichnete die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich als einen “Schatz für ganz Europa”. Es war das erste Mal, dass ein französischer Präsident zu einem solchen Auftritt nach Deutschland gekommen ist. In Spanien eröffneten die Sozialisten den Wahlkampf mit einer Großveranstalung in Madrid. Ministerpräsident und Parteichef José Luis Zapatero zeigte sich trotz schlechter Umfragewerte der Sozialisten optimistisch. Ebenso beurteilte er die aktuelle Wirtschaftskrise und die Reaktion der Opposition: “Gute Nachrichten gehen denen doch nur auf die Nerven”, so Zapatero, “diese Leute, die immer nur die Regierung kritisieren, sie wollen gar keine guten Nachrichten hören. Aber ich sage Euch, es wird wieder gute Nachrichten geben, wir schaffen das.” In Umfragen liegen die Sozialisten derzeit bei nur noch 39 Prozent der Stimmen, die Konservativen erhalten etwas mehr.Mit mehr als 17 Prozent ist die Arbeitslosigkeit in Spanien die höchste in Europa.