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Nach Dauerprostesten: Saakaschwili trifft Opposition

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Nach Dauerprostesten: Saakaschwili trifft Opposition

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Frostig war die Begrüssung – aber man spricht miteinander. Nach rund einmonatigen Dauerprotesten in Georgien traf Präsident Michail Saakaschwili heute zum erstenmal führende Vertreter der Opposition - allerdings ohne Ergebnis, wie die Geladenen anschliessend verlauten liessen.
 
Noch am Samstag hatten in der Hauptstadt mehr als 10.000 Demonstranten den „autoritären Amtsstil“ des Präsidenten kritisiert und seinen Rücktritt gefordert. Regierungsgegner werfen ihm ausserdem vor, im Konflikt um die Provinzen Südossetien und Abchasien versagt zu haben und für den August-Krieg mit Russland verantwortlich zu sein. 
 
Ein Passant:
“Als Bürger dieses Landes hoffe ich auf eine Einigung. Saakaschwili sollte einen Kompromiss akzeptieren, die Opposition genauso.”
 
Eine Bürgerin von Tiflis:
“Saakaschwili sollte eine weise Entscheidung treffen, so wie die Bevölkerung das erhofft.”
 
In der vergangenen Woche waren bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten mehr als 30 Menschen verletzt worden. Berichte über einen angeblichen
Putschversuch der georgischen Armee hatten die Stimmung weiter aufgeheizt.
 
Saakaschwili Amtszeit endet regulär erst 2013.
 
Bislang lehnt er eine vorzeitige Demission vehement ab.