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Papst besucht Jad Vaschem

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Papst Bendikt XVI hat auf seiner Israel- Reise die Holocaustgedenkstätte Jad Vaschem besucht. Bereits am Morgen bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Tel Aviv hatte das katholische Kirchenoberhaupt zum weltweiten Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen. Ebenso verwies der Papst auf die fürchterlichen Folgen von Ideologien, die die Würde eines Menschen verleugneten.

In Jad Vaschem fachte Benedikt XVI das ewige Feuer an und traf sechs Überlebende des Holocausts. In seiner Rede erinnerte er daran, wie wichtig der Name eines Menschen ist und würdigte damit die Bedeutung der Arbeit Jad Vaschems. Ebenso sagte er, die katholische Kirche sei verpflichtet, zu beten und zu arbeiten, dass der Hass nie wieder in den Herzen der Menschen herrsche. Die Beziehungen der katholischen Kirche zu Israel waren in letzter Zeit stark belastet. Da ist zum einen die Rücknahme der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Bischof Williamson, zum anderen die geplante Seligsprechung Papst Pius XII, des Papstes also, dem Israel vorwirft, zur Judenvernichtung der Deutschen geschwiegen zu haben. Der Besuch des Papstes gilt in Israel als historischer Versöhnungsbesuch.