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Gedenken an Erbebenopfer

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Gedenken an Erbebenopfer

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Eine stehengebliebene Uhr erinnert an das Beben, die gesamte chinesische politische Führung nahm an der zentralen Gedenkfeier teil. Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in der Provinz Sichuan gedenken die Chinesen an diesem Dienstag mit zahlreichen Zeremonien der 87.000 Todesopfer. Unter ihnen sollen mehr als 5300 Kinder sein, doch das sind offizielle Angaben. Eltern und Aktivisten schätzen die Zahl höher ein. Klar ist, dass unter den zerstörten Gebäuden zahlreiche Schulen waren, die wegen Pfusch am Bau den Erdstößen nicht standhalten konnten. Deshalb hat die Regierung einen Katastrophenplan vorgelegt, nach dem in den kommenden drei Jahren landesweit alle Schulen erdbebensicher gemacht werden sollen. Der stellvertretende Gouverneur der Region Beichuan, He Wang, sagt, die größte Herausforderung sei nun, die Menschen wieder in die neu errichtete Stadt zu bringen, damit sie sich wieder in ihrer materiellen und spirituellen Heimat ansiedeln könnten.

Andererseits habe man mit der Arbeitslosigkeit zu kämpfen, während man die Häuser wieder aufbaue. Mehr als drei Millionen Menschen sind nach dem Beben arbeitslos geworden, und obwohl die Regierung angekündigt hat, eine Billion US-Dollar in das Erdbebengebiet pumpen zu wollen – die Infrastruktur bleibt zunächst zerstört. Millionen Menschen leben immer noch in provisorischen Unterkünften.