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Ausschreitungen überschatten Wahl

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Ausschreitungen überschatten Wahl

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Am letzten Tag der Parlamentswahl in Indien ist es zu Ausschreitungen gekommen. Im östlichen Bundesstaat Westbengalen lieferten sich Anhänger rivalisierender Parteien eine Straßenschlacht. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Im südindischen Tamil Nadu wurden mindestens 12 Menschen bei Zusammenstößen verletzt.

Zu der fünften und letzten Phase der Wahl waren mehr als 100 Millionen Menschen an die Urnen gerufen. Insgesamt konnten in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt rund 710 Millionen Inder ihre Stimme abgeben. Einer ersten Wählerbefragung zufolge liegt die regierende Kongresspartei von Premierminister Manmohan Singh knapp vorn. Gefolgt von der oppositionellen hindu-nationalistischen Indischen Volkspartei BJP von Lal Krischna Advani. Die Umfrage zeigt aber auch, was Beobachter bereits vermuteten: Keine der beiden großen Parteien wird die alleinige Mehrheit erringen. Demzufolge sind beide bei einer Regierungsbildung auf kleinere Parteien angewiesen. Das Tauziehen um Koalitionspartner ist bereits in vollem Gange. Mit einem offiziellen Endergebnis wird für Samstag gerechnet. Die Wahl fand unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Vor allem maoistische Gruppen störten die Wahl.