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Endspurt in indischer Parlamentswahl

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Endspurt in indischer Parlamentswahl

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Endspurt in der indischen Parlamentswahl: In mehreren Bundesstaaten hat die fünfte und letzte Phase begonnen. Noch einmal sind heute gut einhundert Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen, wie in Westbengalen mit der Millionenmetropole Kalkutta und in dem wichtigen südlichen Bundesstaat Tamil Nadu mit der Hauptstadt Madras. Alleine in Tamil Nadu geht es noch einmal um 39 der über fünfhundert Parlamentssitze.

Zwei große Kräfte stehen bei der Wahl im Mittelpunkt: Zum einen die regierende Kongresspartei von Sonia Gandhi und Regierungschef Manmohan Singh. Ihr Hauptgegner ist die BJP unter Lal Krischna Advani. Kandidaten der Hindu-Nationalisten versuchten unter anderem, mit Ausfällen gegen Moslems zu punkten. Im Wahlkampf verwies die Kongresspartei auf den wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre; die BJP warf ihr dagegen vor allem Versäumnisse in der Sicherheit vor. Insgesamt sind mehr als siebenhundert Millionen Inder zur Abstimmung gerufen. Aus organisatorischen und aus Sicherheitsgründen erstreckt sich die Wahl über mehrere Wochen. Das Wahlergebnis soll am Sonnabend vorliegen. Keine der großen Parteien wird eine eigene Mehrheit bekommen; beide brauchen zum Regieren Dutzende Partner, aus den Reihen der knapp dreihundert Regional- und Kleinstparteien.