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EU-Rekordbußgeld gegen Intel

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EU-Rekordbußgeld gegen Intel

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Die EU-Kommission hat gegen den weltgrößten Chiphersteller Intel ein Rekordbußgeld von über einer Milliarde Euro verhängt. Dies ist die höchste Geldbuße, die sie je verlangte. Der Konzern aus dem kalifornischen Santa Clara habe Millionen europäischer Verbraucher geschadet, so die Kommission, indem er Jahre lang gezielt versucht habe, seinen viel kleineren Konkurrenten AMD aus dem Markt zu drängen.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte, Intel habe Computer-Hersteller bezahlt, um die Markteinführung von Modellen mit anderen als Intel-Chips zu verhindern, oder zu verzögern. “Und wenn sie auf dem Markt waren, hat Intel bezahlt um den Verkauf zu beschränken.” Intel wies die Vorwürfe zurück und behielt sich vor, vor dem Europäischen Gerichtshof gegen das Bußgeld zu klagen. Die günstigen Preise des Konzerns gingen lediglich auf Innovation zurück – so Firmensprecher Bruce Sewell. Intel habe nie von einem Kunden verlangt keine AMD-Chips zu kaufen. “Wir haben weder Rabatt dafür angeboten, noch für Kunden, die bei AMD kaufen die Preise erhöht!” Wie jedes andere Unternehmen sei Intel aber am Wettbewerb beteiligt, und jedes Mal der Konzern einen Auftrag einfahre, oder seine Produkte verkaufe, verliere ein anderes Unternehmen. “So ist nun einmal das Wesen des Wettbewerbs!” Die EU-Kommission machte keine Angaben darüber, ob die Intel vorgeworfenen Praktiken den Markt verzerrt, und damit zu künstlich hohen Preisen für Verbraucher geführt haben.