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Spanien will der Krise zu Leibe rücken

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Spanien will der Krise zu Leibe rücken

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Die spanische Regierung hat weitere Schritte zur Belebung der Wirtschaft angekündigt. Spanien ist in Europa von der Wirtschaftskrise besonders stark betroffen.

Die Regierung will nun Steuererleichterungen beim Hauskauf stufenweise abschaffen. Außerdem plant sie ein Hilfspaket von sechshundert Millionen Euro für den Fremdenverkehr. Zweitausend Euro Zuschuss soll bekommen, wer ein neues Auto kauft. Kleine und mittlere Firmen sollen ermutigt werden, ihre Arbeiter zu behalten und nicht zu entlassen. Für drei Jahre wolle die Regierung ihre Steuern senken, sagt Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero vor dem Parlament. Die konservative Opposition lehnt die Vorschläge ab und macht die sozialistische Regierung für die Krise mitverantwortlich. Die Regierung höre auf niemanden, sagt Oppositionsführer Mariano Rajoy; weder auf die EU noch auf die Notenbank oder auf Wirtschaftsforscher – und noch nicht einmal auf die Sozialisten, die Ahnung hätten. Die Arbeitslosigkeit liegt in Spanien bei über siebzehn Prozent – mit Abstand die höchste in der ganzen EU. Die einst riesige Bauindustrie ist zusammengebrochen; einige der jetzt geplanten Schritte sollen gegen die Immobilienspekulation helfen, die die Baubranche überhaupt erst so aufgebläht hat.