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Abtreibungsgesetz umstritten

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Abtreibungsgesetz umstritten

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Die spanische Regierung will heute ein neues Abtreibungsgesetz verabschieden. Demnach sollen Schwangerschaftsabbrüche künftig bis zur 14. Woche straffrei bleiben.

Bisher waren Abtreibungen grundsätzlich verboten. Nur in Ausnahmefällen wie etwa nach Vergewaltigungen oder bei Gefahren für die Gesundheit der Schwangeren sind sie zugelassen. Die konservative Opposition und die katholische Kirche lehnen das Vorhaben strikt ab. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Protesten. Um es erst gar nicht zu einer Abtreibung kommen zu lassen, dürfen Apotheken künftig die “Pille danach” ohne Rezept verkaufen. Damit will die Regierung dem Beispiel der USA und Frankreich folgen. Laut Statistiken hat sich die Zahl der Abtreibungen durch den leichten Zugang zur “Pille danach” verringert. Gesundheitsministerin Trinidad Jimenez erklärte, diese Neuerung sei Teil eines Gesamtkonzeptes mit verschiedenen Aktivitäten im Bereich der Bildung, Information und dem besseren Zugang zur Empfängnisverhütung. Bisher gab es die “Pille danach” nur nach einer Untersuchung. Von den 112.000 Frauen, die im Jahr 2007 abgetrieben haben, waren 6.000 minderjährig.