Eilmeldung

Eilmeldung

Aung San Suu Kyi überraschend festgenommen

Sie lesen gerade:

Aung San Suu Kyi überraschend festgenommen

Schriftgrösse Aa Aa

In Birma, dem heutigen Myanmar, ist Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi überraschend verhaftet und vor Gericht gestellt worden. Suu Kyi steht seit Jahren unter Hausarrest und darf keinen Besuch empfangen. Der 63-Jährigen, die wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit vergangene Woche an den Tropf gekommen war, drohen nach Angaben ihres Anwalts drei bis fünf Jahre Haft. Grund für die Verhaftung ist der mysteriöse Besuch eines Amerikaners, der vergangene Woche in ihrem Haus war und beim Zurückschwimmen im Inya-See verhaftet wurde. Die Europäische Union und zahlreiche Menschenrechtsorgansorganisationen sowie Regierungen fordern die sofortige Freilassung Suu Kyis. Die Menschenrechtlerin Debbie Stothard sagt, Suu Kyi habe nach gültigem Recht eigentlich am 27. Mai freikommen müssen, selbst nach den Maßstäben der Militärjunta. Also hätte man einen Vorwand finden müssen, um sie von ihrem Volk und der internationalen Gemeinschaft isolieren zu können. Nach Auffassung der Opposition ist der Prozess ein abgekartetes Spiel der Behörden, um sicherzustellen, dass die Oppositionsführerin vor den für nächstes Jahr geplanten Wahlen nicht freikommt.