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Obama will keine Folter-Fotos

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Obama will keine Folter-Fotos

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Anders als ursprünglich geplant will die US-Regierung Fotos von misshandelten Häftlingen im Gefängnis Abu Ghoreib im Irak doch nicht veröffentlichen. Präsident Barack Obama habe die Anweisung gegeben, die Bilder von den Quälereien durch US-Soldaten nicht publik zu machen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington.

“Ich glaube, dass die Veröffentlichung der Fotos uns nicht sehr viel weiter helfen wird bei dem Versuch, zu verstehen, was ein paar Leute da getrieben haben,” begründete Obama seine Haltung, “die direkte Konsequenz wäre wohl vielmehr, dass die antiamerikanische Stiummung weiter angeheizt wird und unsere Sodaten in große Gefahr gebracht werden.” Im Zusammenhang mit den Folterungen im Irak kam es jetzt auch zu einer Anhörung vor einem Senatsausschuss, bei der ein früherer FBI-Agent Foltermethoden wie zum Beispiel das sogenannte “Waterboarding” als nutzlos bezeichnete. Bereits im April 2004 waren von Wärtern aufgenommene private Fotos von misshandelten und sexuell gedemütigten Häftlingen aus Abu Ghoreib an die Öffentlichkeit gelangt. Sie lösten einen weltweiten Sturm der Entrüstung aus.