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Papst auf politischer Mission


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Papst auf politischer Mission

Am vorletzten Tag seiner Nahost-Reise ist Papst Benedikt XVI. mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt. Die “private Unterhaltung” fand im Franziskanerkloster von Nazareth statt.

Zuvor hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche die größte Messe seiner achttägigen Nahostreise zelebriert. 40.000 Menschen kamen zu dem Freiluftgottesdienst in Nazareth. Die Pilger versammelten sich auf dem Berg, von dem man weit über Galiläa blicken kann. Bei der Messe rief Benedikt XVI. zum friedlichen Miteinander von Christen und Muslimen auf. “Nazareth hat in den vergangenen Jahren immer wieder Spannungen erfahren müssen. Diese haben die Beziehungen zwischen der christlichen und muslimischen Glaubensgemeinschaft beschädigt. Ich rufe die Menschen guten Willens in beiden Gemeinschaften dazu auf, in Treue zum gemeinsamen Glauben an einen Gott daran zu arbeiten, Brücken zu bauen und einen Weg zu einem friedlichen Zusammenleben zu finden.” Hintergrund der Spannungen in der biblischen Heimatstadt Jesu ist der Streit um den Plan, eine Moschee neben der Verkündigungsbasilika zu errichten. Rund jeder dritte der 60.000 Einwohner ist christlichen Glaubens.
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