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Schwangerschaftsabbruch soll legal werden

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Schwangerschaftsabbruch soll legal werden

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Spaniens sozialistische Regierung will das Abtreibungsverbot abschaffen.

Ein entsprechender Gesetzestext soll nach dem Sommer dem Parlament vorgelegt werden. Eine Abtreibung soll dann in den meisten Fällen bis zur vierzehnten Schwangerschaftswoche möglich werden. Spaniens Ministerin für Gleichberechtigung Bibiana Aido erklärt die Absicht der Regierung: “Abtreibung wird durch das Gesetz garantiert. Im Rahmen des Gesundheitssystems kann diese dann kostenfrei in öffentlichen Krankenhäusern durchgeführt werden.” Im katholisch geprägten Spanien stoßen solche Vorstöße aber nicht immer nur auf offene Ohren. Die Kirche und in dieser Frage konservativ eingestellte Spanier machen wie auch schon in der Vergangenheit gegen den Gesetzesentwurf mobil, mit Slogans wie “Es gibt kein Recht zu töten” oder “Abtreibung ist keine Lösung”. Ein Aktivist einer Pro Life-Organisation etwa meint, daß es für den Text der Regierung “keinen gesellschaftlichen Bedarf” gibt. In Spanien erhalten Frauen künftig zudem ohne Altersbeschränkung und rezeptfrei die „Pille danach“ in Apotheken. Bisher konnten die „Pille danach“ nur die Frauen beziehen, die sich zuvor gynäkologisch untersuchen ließen und ein Rezept vorweisen konnten.