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Ärger hinter den Kulissen

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Ärger hinter den Kulissen

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Glitzer und Glamour auf den ersten Blick – Ärger und Polemik hinter den Kulissen. Es ist der aufwendigste Eurovision Song Contest, seiner mehr als 50-Jährigen Geschichte. Russland pumpte 30 Millionen Euro in die Show.

Viele sind jedoch verärgert. So Georgien: Das Land zog seinen Beitrag “We Dont wanna Put in” zurück, nachdem die Veranstalter Textänderungen verlangt hatten, wegen dem Wortspiel: “Put in” – “Putin”. Aber auch im eigenen Land gibt es Kritik – von den Nationalisten. Für Russland geht nämlich eine gebürtige Ukrainerin an den Start. Vor dem Finale an diesem Samstag wächst unterdessen die Sorge vor Gewalt gegen Schwule und Lesben. Das niederländische Männertrio “De Toppers” drohte mit Boykott, flog aber im Halbfinale raus. Vor dem Halbfinale sagte ein Mitglied der Band: “Wir wollen positiv sein. `Glanz` ist der Titel unseres Songs. Wir wollen das nach Europa bringen und auch nach Russland. Der Song hat eine Botschaft, die sich besonders an Russland richtet: Respektiert euch gegenseitig, ganz gleich welcher Religion oder Rasse ihr angehört, oder welche sexuelle Orientierung ihr auslebt. In Russland sind Homosexuellen-Demonstrationen und Paraden verboten. 2007 wie auch 2006 kam es zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei sowie Rechtsextremen. Auch in diesem Jahr gilt das Verbot. Doch Russlands Schwulen- und Lesbenverband will trotzdem auf die Straße gehen. Doch damit nicht genug. Ein weiterer Konflikt überschattet das geplante glamouröse Event: Noa, die internationale israelische Starsängerin, singt gemeinsam mit Mira Awad, Schauspielerin und arabische Sängerin. Zum ersten Mal repräsentiert eine arabische Israelin Israel beim Song Contest. Die arabische Gemeinschaft ist empört: Die Nominierung folgte einen Tag nach Beginn der israelischen Militäroperation im Gazastreifen.