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Britischer Spendensumpf fordert erstes Opfer

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Britischer Spendensumpf fordert erstes Opfer

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Der Spendenskandal im britischen Parlament zieht immer weitere Kreise. Nun ist das erste Regierungsmitglied zurückgetreten. Der Labour-Abgeordnete Shahid Malik, parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium legte vorübergehend sein Amt nieder, um Vorwürfe über seine Spesenabrechnungen prüfen zu lassen. Er soll sich für seine Zweitwohnung reichlich aus Steuergeldern bedient haben. Er ist sich keiner Schuld bewußt.

“Jeder Abgeordnete gibt Geld je nach seinen Bedürfnissen aus. Einige brauchen keinen Massagestuhl aber vielleicht etwas anderes. Ich entschuldige mich nicht dafür. Ich werde nichts and die Behörden zurückzahlen.” Das Wahlvolk ist enttäuscht. Premierminister Gordon Brown hat Untersuchungen angeordnet. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Mit Folgen. “Das hat Auswirkungen. Ich habe keinen Zweifel daran dass der Spendenskandal die britische Demokratie beschädigen wird. Das ist besorgniserregend und schadet uns allen.” Durch den Spendenskandal verlieren die großen Parteien immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung. Vor allem die Umfragewerte für die Labourpartei von Premierminister Gordon Brown befinden sich im freien Fall. Würde heute gewählt, hätten laut Umfragen, die Konservativen Torys eine satte Mehrheit im Unterhaus.