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FIAT-Arbeiter demonstrieren für den Erhalt ihrer Jobs

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FIAT-Arbeiter demonstrieren für den Erhalt ihrer Jobs

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In Turin haben am Samstag mehrere tausend FIAT-Arbeiter gegen mögliche Werkschließungen in Italien demonstriert. “Vom Norden bis in den Süden kann FIAT nur mit uns wachsen” lautete das Motto des Protestumzugs, zu dem Arbeiter aus allen italienischen FIAT-Standorten zur Konzernzentrale nach Turin gekommen waren.

FIAT muss uns sagen, was es vorhat. In Pomigliano besteht die Gefahr, dass 5.000 ihren Job verlieren könnten und dazu noch einmal 25.000 bei den Zulieferern. Außer FIAT gibt es in Neapel nur noch die Camorra. Wir können die Zukunft unserer Kinder nicht garantioeren, denn die Camorra wird diese Situation ausnutzen”, meint Mimmo Esposito, der in Pomigliano arbeitet. “Wir wollen wissen, wie es mit den FIAT-Werken in Italien weitergeht”, verlangt Mario Poldo, der im Turiner Werk arbeitet. FIAT-Chef Sergio Marchionne versucht die Sorgen der Arbeiter, sein Expansionskurs werde zur Schließung der Werke Termini Imerese auf Sizilien und Pomigliano bei Neapel führen, zu zerstreuen. “Sie brauchen sich keine Sorgen machen, wir tun unser Bestes und werden jeden Schaden, zum dem ein derartiger Marktzusammenbruch führt, zu verhindern wissen”, sagte Marchionne beim Besuch der Turiner Buchmesse. In den ersten vier Monaten dieses Jahres ist der Autoabsatz in Europa um 16 Prozent eingebrochen. FIAT verkaufte 24.000 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr. Mit diesem Minus von 5 Prozent schnitten die Turiner besser ab als alle anderen europäischen Hersteller.