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Homosexuelle am Tag des ESC verhaftet

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Homosexuelle am Tag des ESC verhaftet

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Eine Demonstration für die Gleichbehandlung von Homosexuellen ist in Moskau nach nur wenigen Minuten von der Polizei aufgelöst werden. An der verbotenen Kundgebung nahe der staatlichen Lomonosov-Universität nahmen Aktivisten aus Russland aber auch aus dem Ausland teil, die von der Polizei verhaftet wurden.

Mehrere der Festgenommenen beschwerten sich über die Brutalität, mit der die Polizei vorgegangen sei, darunter auch der bekannte britische Homosexuelle Peter Tatchell. Auch ein amerikanischer Aktivist, eigens auch Chicago angereist, hatte nur wenig Zeit, um zu erklären, er sei stolz an der Kundgebung teilzunehmen. Radikale orthodoxe Christen demonstrierten ebenfalls in Russlands Hauptstadt gegen das Auftreten der Homosexuellen – auch sie wurden verhaftet. “Wir sagen Nein zu jeder Gay Pride in Moskau”, so einer der Gegendemonstranten. “Wir sind nicht gegen Homosexuelle, sondern dagegen, daß die Sünde legalisiert wird.” Die Schwulen und Lesben hatten bewußt den Tag des Eurovision Song Contests (ESC) in Moskau für ihren Protest gewählt. Der traditionelle Popmusik-Wettbewerb erfreut speziell bei ihnen großer Beliebtheit. Zudem verbietet die Moskauer Stadtverwaltung regelmäßig Demonstrationen von Homosexuellen.