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Fiat hält Kurs auf dreifache Jahresproduktion

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Fiat hält Kurs auf dreifache Jahresproduktion

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Fiat bleibt auf Wachstumskurs: Gemeinsam mit dem Hersteller Guangzhou Automobile soll ein Werk in China gebaut werden – Jahreskapazitât 140 000 Fahrzeuge. Umfang des Joint Ventures: knapp 500 Millionen Euro. Das verlautet aus chinesischen Quellen. Guangzhou gilt als profitabelster Autoproduzent Chinas.

Gleichzeitig stehen die Turiner furchtlos bereit, um die reife Frucht Chrysler aufzufangen – nach dem grünen Licht der US-Kartellbehörde für den Einstieg beim amerikanischen Autohersteller übernehmen sie zunächst 20 Prozent der Chrysler-Anteile, mit Aussicht auf eine spätere Mehrheit. Nach dem Insolvenzverfahren soll Chrysler weitere Milliarden Dollar an US-Staatshilfen erhalten. Dem Insolvenzgericht kündigte das Unternehmen an, innerhalb eines Monats etwa ein Viertel seiner rund 3.200 Autohäuser in den USA zu schließen. Finanzaufwand bei Fiat bisher: Null. Andere Baustelle: General Motors. Oder was davon übrigbleibt. Angepeilt wird das Lateinamerika-Geschäft. Und Opel. Im Ringen um die GM-Tochter warb Fiat- Chef Sergio Marchionne vor Ablauf der Bieterfrist in Rüsselsheim für einen Einstieg bei Opel. Innerhalb von zwei Tagen will er ausserdem alle Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer mit Opel-Werken sehen. Wenn alles klappt, ist er der Held der italienischen Industrie – er verdreifacht die Jahresproduktion im Handumdrehen auf sechs Millionen Autos. Wenn nicht, dann gnade Gott – fürchten tausende demonstrierende Arbeiter in Turin.