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Mehr Geld für Milch fordern Bauern

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Mehr Geld für Milch fordern Bauern

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In Frankreich gehen die Milchbauern auf die Barrikaden. Am Dienstag starten sie einen Generalstreik. Sie wollen dabei auf den massiven Preisverfall bei der Milch aufmerksam machen und sehen auch in der Politik Schuldige der Milchkrise.

Ein Milchproduzent sagt: “Im März haben wir 308 Euro für tausend Liter Milch bekommen. Im April nur noch 212 Euro.” Die Gewerkschaft hat die Milchbauern aufgerufen, vor die Rathäuser zu ziehen und gegen den Preisverfall zu protestieren. Die Preise für Milchprodukte befinden sich im freien Fall. Butter, Käse, Quark sind schon um mehr als 30 Prozent gesunken. Die Landwirte bilden in Frankreich eine mächtige Lobby. Die Politik reagiert.

Agrarminister Michel Barnier erklärt: “Die Industrie muss Verträge abschliessen, die einen Ausgleich für die Erzeuger schaffen. Sie müssen die Preise vorab kennen, einen korrekten Preis.”

Auch in Berlin demonstrierten Milchviehhalter gegen den Preisverfall. Der Preis soll für Erzeuger von aktuell 20 Cent auf 40 Cent pro Liter steigen. Vor dem Berliner Kanzleramt haben Milchbäuerinnen ihren vor fünf Tagen begonnenen Hungerstreik beendet und sind frustriert. Christine Schneebichler sagte: “Das ist für mich jetzt momentan sehr enttäuschend, dass ich den Menschen Angela Merkel jetzt von Frau zu Frau, die Menschlichkeit jetzt sehr stark vermisst habe.” Mit dem Hungerstreik wollten die Bäuerinnen angesichts der niedrigen Milchpreise die ihrer Auffassung nach 30.000 Höfe gefährden, einen Krisengipfel bei Bundeskanzlerin Merkel durchsetzen. Das hat nicht geklappt.