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Schweinegrippe breitet sich weiter aus

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Schweinegrippe breitet sich weiter aus

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Häufig die Hände waschen und Mundschutz tragen, heißt es in dieser Schule im japanischen Kobe. Innerhalb von drei Tagen sind in Japan 130 Fälle von Schweinegrippe aufgetaucht. Mehrere der neu Infizierten haben sich nicht im Ausland aufgehalten, was Sorge vor einem neuen Krankheitsherd auslöst. Schulen und Kindergärten der betroffenen Provinzen bleiben bis auf weiteres geschlossen. Damit soll vor allem ein Übergreifen des Erregers auf die Millionenstadt Tokio verhindert werden. Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet, dass sich ein neuer und gefährlicherer Erreger bilden könnte.

8.500 an Schweinegrippe Erkrankte gibt es laut Weltgesundheitsorganisation in insgesamt 40 Staaten weltweit. Rot markiert sind hier die Länder, in denen es Tote gab – das sind Mexiko, die USA, Kanada und Costa Rica. In Mexiko ist die Schweinegrippe zuerst aufgetreten und hat sich dann rasch ausgebreitet. Mehr als 3000 Infizierte gibt es dort offiziell. Inzwischen befürchtet man eine massive Auswirkung auf die Wirtschaft des Landes. Am Sonntag ist zum ersten Mal in New York ein Mensch an der Schweinegrippe gestorben; insgesamt sind die USA mit 4.714 Infizierten das am stärksten von dem neuen Grippevirus betroffene Land. Die Weltgesundheitsorganisation WHO verzichtet bislang darauf, die Warnstufe für eine Pandemie von fünf auf die höchste Stufe sechs anzuheben. John Mackenzie von der WHO erklärt zur Erhöhung auf Stufe 5: “Am 29. April haben die Generaldirektoren angesichts der Dringlichkeit der Situation von Stufe vier auf fünf erhöht. Das bedeutet, dass die Krankheit in mindestens zwei Ländern einer Region übertragen wurde, das war in Nordamerika.” In Russland wurde vor einigen Tagen eine Reisewarnung für Nordamerika und Spanien ausgesprochen. Der spanische Virologe Josep Vaqué hält die Vorsichtsmaßnahme für überflüssig. “In Spanien ist der Virus weder in Schulen noch in Heimen noch in Krankenhäusern ausgebrochen. Diese Infektion breitet sich hier nicht aus, insofern kann man sagen: das Übertragungsrisiko in Spanien ist gleich null.” Inzwischen ist Russland von seiner Idee wieder abgerückt und wieder auf einer Linie mit der WHO – die hält von Reisewarnungen nichts.