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Russland lässt Gespräche mit Georgien platzen

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Russland lässt Gespräche mit Georgien platzen

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Russland hat die Genfer Gespräche mit Georgien über die Sicherheitslage im Kaukasus am Montag vorläufig platzen lassen. Die russische Delegation verließ die fünfte Gesprächsrunde, weil die von Georgien abtrünnige Region Abchasien nicht zu den zweitägigen Gesprächen erschienen war. Abchasien wird von Russland unterstützt.

“Wir können die Sicherheitsfragen, die Abchasien und Südossetien betreffen, nicht ohne Abchasen und Südosseten diskutieren”, begründete der stellvertretende russische Außenminister Grigori Karasin den Boykott. Die georgische Seite sieht in dem Boykott eine russische Verhandlungstaktik. Sie erwartet, dass die russische Delegation heute an den Verhandlungen teilnehmen wird: “Dies ist Teil der sehr aggressiven russischen Außenpolitik, die darauf abzielt, die Völkergemeinschaft zu erpressen, alle ihre Positionen zu übernehmen”, meint der stellvertretende georgische Außenminister Giga Bokeria. An den Gesprächen in Genf nehmen neben Russland und Georgien die von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien teil. Russland hat deren einseitige Unabhänigkeit anerkannt. Wegen des Streits um den Status von Abchasien verzögert sich auch die Vorlage eines UNO-Dokuments. Es wird erwartet, dass es heute veröffentlicht wird. Dann dürfte die abchasische Delegation ihren Boykott beenden.