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Skepsis im Gazastreifen

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Skepsis im Gazastreifen

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Die palästinensische Seite reagierte verhalten auf die Äußerungen Netanjahus und Obamas. Seitens der palästinensischen Autonomiebehörde hieß es, Obama habe deutlich gesagt, dass Israel seine Siedlungsaktivitäten stoppen müsse, Netanjahu spreche Englisch und habe das sehr wohl verstanden. Chefunterhändler Saeb Erekat sagte, leider habe Netanjahu nicht über eine Zwei-Staaten-Lösung gesprochen. Er habe lediglich gesagt, dass die Palästinenser sich selbst regieren müssten. Doch wie sei das möglich, mit der Besatzung und all diesen Straßensperren, die die palästinensischen Städte, Dörfer und Flüchtlingslager voneinander trennten? Auch seitens der islamistischen Hamas im Gazastreifen waren eher kritische Worte zu vernehmen. Hamas-Sprecher Muschir al-Masri sagte, es gehe nun darum, dass die Amerikaner den politischen Diskurs in der Region wieder in Ordnung brächten, das Bild, das Bush hinterlassen habe. Man müsse die Rechte der Palästinenser sicherstellen, indem man dieselbe Distanz zu ihnen und den Zionisten wahre. In israelischen Regierungskreisen hieß es, jegliche palästinensische Selbstverwaltung hänge zunächst von Israels Sicherheit ab.